Netzwerk-Installationsanleitung für Kernel 2.4 und 2.6

 

  
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Dieses Kapitel wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von: Michael Schlenstedt

1.0 Einführung

1.1 Über diese Anleitung

Jeder, der in einer WG wohnt oder bereits Computer begeisterten Nachwuchs sein Eigen nennt hat sich die Frage wohl schon einmal gestellt: Warum den Internet-Anschluss, die Drucker, das Faxmodem oder aber auch nur die Festplattenkapazität nicht gemeinsam nutzen? Und das über die Betriebssystemgrenzen hinaus? Eigentlich ein naheliegender Gedanke, und kostengünstig und praktisch ist es obendrein.

Linux macht so etwas möglich. Für jeden, der zu Hause mehrere Computer verwendet, lohnt es sich, einen kleinen Server aufzubauen. Man kann seinen Laserdrucker/Farb-Tintenstrahler von jedem Rechner im Haus aus nutzen, von jedem Rechner kann auf das Internet zugegriffen werden und natürlich auch der Datenaustausch untereinander wird problemlos möglich. Die folgenden Teile dieser kleinen Anleitung sollen auch dem Einsteiger das Netzspinnen unter Linux nahe bringen, denn ein privates Netzwerk aufzubauen ist keineswegs Hexerei, wenn auch ein klein wenig Computer-Erfahrung dazugehört. Aber wer sein Linuxsystem einigermaßen beherrscht und wer die Bezeichnung TCP/IP schon einmal gehört hat, der sollte auch keine Probleme haben, sich ein eigenes kleines Netz zu spinnen.

1.2 Vorgeschichte

Häufig kommt die Idee, einen eigenen Server in einer Wohngemeinschaft oder im Familienheim zu installieren erst auf, wenn bemerkt wird, dass ansonsten einige Neuanschaffungen nötig werden. Zum Beispiel werden viele WG's häufig, sobald verfügbar, mit einer ADSL-Anbindung und einem gemeinsamen ISDN-Anschluss ausgestattet. Durch die Kostenteilung ist dieser High-Speed-Zugang auch für Studenten erschwinglich. Jedoch haben meist nicht alle Bewohner eine ISDN-Karte, die ADSL-Leitung ist sowieso nur durch eine Person zur Zeit nutzbar, was gleichzeitige Onlinesitzungen gänzlich unmöglich macht. Nutzer einer passiven ISDN-Karte haben in der Regel unter Linux keine Möglichkeit, Faxe zu verschicken (wenn sie nicht gerade eine Fritz- oder Sedlbauerkarte besitzen), dass längst verstaubte Modem hat aber längst kurz nach dem Kauf der ISDN-Karte auf dem nächstgelegenen Flohmarkt einen neuen Besitzer gefunden. Wer braucht schon ein Modem, wenn man doch ISDN hat! Der eine Bewohner hat einen guten Farbtintensprüher, dafür muss er für normale Textausdrucke ein Vermögen für Tinte berappen. Der Andere hat zwar einen Laser-Drucker, der Textseiten für wenige Pfennige zu Papier bringt, dafür sehen Fotoausdrucke miserabel aus... Diese Liste ließe sich unendlich fortführen. Warum also nicht die komplette Hardware auch für jeden in der Wohnung nutzbar machen? Aber auch für einen Ein-Personen-Haushalte ist ein Netzwerk von Vorteil, sei es, weil man mehrere PC's besitzt oder aber z. B. verschiedene Rechnerarchitekturen (z. B. einen Apple Macintosh und eine IBM-PC) verbinden möchte. Für kleinere Büros sind die Vorteile eines Netzwerks ohne weitere Erläuterungen offensichtlich (Datenaustausch/abgleich, gemeinsame Drucker etc.).

Und ganz nebenbei: LINUX BEGINNT ERST IM NETZWERK RICHTIG SPAß ZU MACHEN!



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