|
|||||||
|
|||||||
|
|
| Zurück | Inhalt | Vorwärts |
| Dieses Kapitel wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von: Helge Klug |
Der Aufbau eines großen Netzwerkes mit einer Arbeitsgruppe ist mit einem hohen Administrationsaufwand verbunden. Benutzer müssen in diesem Fall direkt an den Clients eingerichtet und mit entsprechenden Rechten versehen werden um auf Ressourcen im Netzwerk zuzugreifen zu können. Um die administrativen Dienste der Benutzerverwaltung zentral von einem Rechner steuern zu können, wurden Domänen entwickelt.
Die Funktionsweise einer Windows Domäne (NeTBIOS-Domäne (Network Basic Input/Output System)) unterscheidet sich von der Domänenbezeichnung im Internet. Im world wide web steht die Bezeichnung Domäne für eine Gruppe von Computern. In einer NeTBIOS-Domäne hingegen wird die Zusammenfassung von Computern beschrieben, die sich einen Controller teilen. Dieser ist unter anderem für die Anmeldeprozedur im Netzwerk verantwortlich. Die Anmeldung an einem Computer erfolgt nicht mehr über lokale Sicherheitsrichtlinien sondern zentral über den Domäne-Controller. Benutzerdaten werden zentral auf dem Controller verwaltet. Das hat den Vorteil, dass lediglich der Controller einen Benutzer den Zugriff (engl. access) auf einem in der Domäne befindlichen Computer gewähren kann. Dies erspart Systemadministratoren in größeren Netzwerken viel Arbeit, da die gleichen Benutzer nicht an jedem PC anlegt werden müssen. Grundsätzlich ähnelt sich eine Domäne einer Arbeitsgruppe. Der Unterschied zwischen den beiden NeTBIOS-Typen besteht lediglich darin, dass die Domäne zentrale Dienste unterstützt. Am wichtigsten ist in diesem Zusammenhang die zentrale Anmeldung zu nennen.
Für den Betrieb als Primärer Domänen Controller (PDC) müssen in der 'global section' einige Optionen neu erstellt und deklariert werden. Die Optionen sind in Tabelle 1 mit den dazugehörigen Variablen aufgelistet. Alle anderen Einstellungen, die bis dahin Konfiguriert wurden, werden mit übernommen. Einige dieser Variablen sind nicht zwingend notwendig, erleichtern aber die Administration.
| Tabelle 1: Optionen der global section | |
| Variable | Einstellung |
| domain admin group | @admin |
| logon script | logon.cmd |
| logon path | \\server\profile\ |
| os level | 32 |
| preferred master | auto |
| local master | yes |
| domain master | auto |
| domain logons | yes |
| time server | yes |
| wins support | yes |
| logon drive | Y: |
| logon home | \\192.168.99.1\%U |
|
Tabelle 2: Erklärung zu den gesetzten Optionen
|
|
|
Einstellung
|
Erklärung
|
|
domain admin group
|
In der 'domain admin group' werden die Administratorenrechte
der Benutzergruppe definiert. Die Benutzer der Gruppe können
nicht nur einen Personal Computer (PC) in die Domäne aufnehmen,
sondern verfĂĽgen auch ĂĽber Administratorenrechte auf den Clienten.
|
|
logon script
|
Das 'logon.cmd' Script dient der Anmeldeoperation
der Benutzer auf ihrem Clienten. Beim anmelden auf dem Client
fĂĽhrt Windows dieses Skript aus.
|
|
logon path
|
Der angegebene Pfad weist auf das servergespeicherte
Benutzerprofil hin. Hier wird der Pfad vom Client angegeben,
nicht der Verzeichnisverlauf von Linux. Folglich muss das verwendete
Verzeichnis Samba bekannt gemacht werden.
|
|
os level
|
Dieser Wert legt fest, wer in der Arbeitsgruppe
der lokale 'Mas-ter-Browser' ist. Mit dieser Einstellung ist
der
SMB-Server (Server Message Block) höherwertiger als ein NT-Server. |
|
preferred master
|
Preferred master ist nichts anderes als die Option
'os level'. Es wird noch einmal unterstrichen, dass der SMB-Server
der lokale Master-Browser ist. Mit dieser Einstellung ist vorsichtig
umzugehen. Sollte ein weiterer Server in der Arbeitsgruppe oder
Domäne integriert sein, ist dieser Eintrag auf 'false' zu setzen.
Damit wird verhindert, dass beide Server ihre Rivalitäten über
das Netz austragen.
|
|
domain master
|
Ist an den "preferred master" gekoppelt.
|
|
domain logons
|
Diese Option ist für den Domänenbetrieb unumgänglich.
Die Deklaration teilt Samba mit, dass die Benutzeranmeldungen
ĂĽber Samba erfolgen und Windows die Benutzerprofile ĂĽber das
Netzwerk beziehen soll.
|
|
local master
|
Wird diese Option gesetzt, versucht Samba der
lokale Masterbrowser im Subnetz zu werden
|
|
time server
|
Samba stellt den Microsoft Clienten die Systemuhrzeit
des Servers zur VerfĂĽgung.
|
|
logon drive
|
Hier wird der Buchstabe zugeordnet indem das Heimatverzeichnis
(engl. home) des Benutzers im Explorer zu finden ist. Da in
jedem System unterschiedlich viele lokale Speichermedien installiert
seien können ist es sinnvoll einen Buchstaben am Ende des Alphabets
zu wählen. Unter Windows XP ist der Laufwerkbuchstabe Z: allerdings
fĂĽr eigene Prozesse belegt.
|
|
logon home
|
Legt fest wo sich das Heimatverzeichnis des Benutzers befindet. Die Variable %U verweist auf das Benutzereigene Verzeichnis. |
| Tabelle 3: Variablen | |
| Variable | Bedeutung |
| %a | System auf dem Clienten. Beispiel: Win95, WfW, Win NT, Samba, OS2 |
| %d | Prozess-ID (PID) des Servers |
| %g | Primäre Gruppe (Hauptgruppe), des angemeldeten Sambabenutzers |
| %G | Primäre Gruppe (Hauptgruppe), des angemeldeten Linuxbenutzers |
| %h | DNS-Name (Domain Name System) des Server |
| %H | Homeverzeichnis des Linuxusers |
| %I | IP-Adresse des Clienten |
| %L | NetBIOS-Name des Samba Servers |
| %m | Rechnername (NetBIOS-Name) des Clienten |
| %M | DNS Name des Clienten |
| %P | Wurzel der aktuellen Freigabe |
| %s | Dateiname, der an die Druckerfreigabe gesandt wurde |
| %S | Name der aktuellen Freigabe |
| %T | Aktuelle Uhrzeit des Servers |
| %u | Linux-Benutzername |
| %U | Samba-Benutzername, kann vom Linux-Benutzername abweichen wenn 'username map' in der 'global section' verwendet wird. |
| %v | Samba Version |
Damit Sie Ihren PC an der Domäne anmelden können, müssen folgende Verzeichnisse angelegt und Samba bekannt gemacht werden. Dies erfolgt über die Konsole mit:
mkdir -p /server/domain/netlogon
mkdir /server/domain/profiles
Die Verzeichnisse mĂĽssen unter Samba mit folgenden Rechten vergeben werden. Die Einstellungen sind in Tabelle 4 und 5 aufgeleistet.
| Tabelle 4: Profile | ||
| [profile] | comment | Network Profile |
| path | /server/domain/profiles/%U | |
| admin users | @domain | |
| read only | no | |
| browseables | no | |
| Tabelle 5: Netlogon | |||||
| [netlogon] | comment | Domäne Logon | |||
| path | /server/domain/netlogon | ||||
| admin users | @admin | ||||
| read only | yes | ||||
| read list | @domain | ||||
| browseables | no |
Damit die Ăśbersicht bei vielen Benutzern bewahrt bleibt und sich der Konfigurationsaufwand bei neuen Benutzern verringert, ist es sinnvoll, das Homeverzeichnis mit Variabeln zu bestimmen. Wie dieses Homeverzeichnis angelegt wird, wird in Tabelle 6 verdeutlicht.
| Tabelle 6: homes | ||
| [homes] | comment | Homes auf %L |
| path | %H | |
| admin users | %u | |
| read only | no | |
| browseables | no | |
Das '%H' in 'path' teilt dem SMB-Server mit, das Samba den Pfad des Homeverzeichnis des Linuxbenutzer folgen soll. Der Pfad fĂĽr dieses Verzeichnis wird im Benutzerprofil des Linuxbenutzers angegeben. Das '%u' in 'admin users' steht fĂĽr den Namen des angemeldeten Benutzers.
useradd -d /dev/null -s /bin/false -c "MACHINE ACCOUNT" client-1$
Das Anlegen des 'machine accounts' unter Samba wird mit folgender Befehl
ĂĽber die Konsole ausgeführt.smbpasswd -a -m client-1
Mit dem Windows 2000 Nachfolger, führt Microsoft eine veränderte Verschlüsselung für Domänenanmeldungen ein. Das neu eingeführte Sicherheitskonzept wird derzeit vom Samba nicht unterstützt. Damit Windows XP kompatibel zu bereits bestehenden Servern ist, müssen Sicherheitsrichtlinien am Windows XP Client geändert werden.
Hinweis: Die Windows XP Home Edition unterstützt keine Domäneanmeldung.
Um Zugriff auf die Sicherheitsrichtlinien zubekommen, gehen Sie in der Taskleiste unter 'Start' und danach wählen sie 'Ausführen …' (vgl. Abbildung 1). Geben Sie in das erscheinende Kommandofeld:
gpedit.msc
ein. Nun erhalten Sie den 'Sicherheitsrichtlinien-Editor' (vgl. Abbildung 2).
![]() |
| Abbildung 1: Ausführen |
![]() |
| Abbildung 2: Sicherheitsrichtlinien |
Hier gehen Sie unter: Computerkonfiguration / Sicherheitseinstellungen
/ Lokale Richtlinien / Sicherheitsoptionen.
Die Sicherheitsoption: 'Domänenmitglied: Daten des gesicherten Kanals
digital Verschlüsseln oder signieren (immer)', ändern Sie von 'aktiviert'
auf 'deaktiviert'.
Sie öffnen nach dem oben genannten Muster den 'Sicherheitsrichtlinien-Editor'.
Hier gehen Sie unter: Computerkonfiguration / Administrative
Vorlagen / System / Benutzerprofile.
Die Sicherheitsoption: 'Besitzrechte von Ordnern servergespeicherter
Profile nicht prüfen' ändern Sie von 'deaktiviert' auf 'aktiviert'.
Nach den Änderungen der Sicherheitsrichtlinien, kann dein Windows XP Client in eine bestehende Domäne aufgenommen werden.
Um den Client in die Domäne aufzunehmen, melden Sie sich mit Administratorrechten auf dem Client an. Öffnen Sie die 'Systemsteuerung' und folgen dort zur 'System und Netzwerkerkennung'.
![]() |
| Abbildung 3: Systemsteuerung |
![]() |
| Abbildung 4: Systemeigenschaften |
Nach dem Aufruf erhalten Sie die Eingabemasken die in den Abbildungen fünf bis zwölf aufgelistet sind. Die Abbildungen zeigen die anzugebenden Einstellungen, um den Computer in die Domäne aufzunehmen. Die hier angegebenen Benutzer werden sich von Ihren unterscheiden. In diesem Beispiel ist der Benutzer 'Bard' in der Administratorengruppe der Domäne und ist berechtig den Computer in die NeTBIOS-Domäne aufzunehmen.
![]() |
| Abbildung 5: Assistent fĂĽr die Netzwerkanmeldung 1/8 |
![]() |
| Abbildung 6: Assistent fĂĽr die Netzwerkanmeldung 2/8 |
![]() |
| Abbildung 7: Assistent fĂĽr die Netzwerkanmeldung 3/8 |
![]() |
| Abbildung 8: Assistent fĂĽr die Netzwerkanmeldung 4/8 |
![]() |
| Abbildung 9: Assistent fĂĽr die Netzwerkanmeldung 5/8 |
![]() |
| Abbildung 10: Assistent fĂĽr die Netzwerkanmeldung 6/8 |
![]() |
| Abbildung 11: Assistent fĂĽr die Netzwerkanmeldung 7/8 |
Geben Sie hier den Benutzer an, der in der Domäne über Administratorenrechte
verfĂĽgt. In diesem Beispiel ist der Benutzer 'bard' in der Gruppe
'admin' die in der 'global section' als Administratoren-Gruppe bestimmt
worden ist.
![]() |
| Abbildung 12: Assistent fĂĽr die Netzwerkanmeldung 8/8 |
Nach der erfolgreichen Aufnahme des Clients fragt Windows Sie, ob
Sie einen weiteren Benutzer der Domäne hinzufügen wollen. Beantworten
Sie die Frage mit 'nein', da Windows keine Benutzer der 'Samba Domäne'
hinzufĂĽgen kann.
Wie in der 'global section' angegeben, lädt Windows nach erfolgreicher Aufnahme in die Domäne, die Benutzerprofile vom Server. Allerdings werden die Benutzerprofile des Clients ebenfalls lokal gespeichert. Das ist für den Gebrauch von Laptops auch zwingend notwendig, da die Domäne nicht immer verfügbar ist. Für einen fest eingebundenen PC hat dies aber zwei Nachteile. Wird ein PC von mehreren Benutzern benutzt, geht viel Speicherplatz auf der lokalen Festplatte verloren. Wechselt ein Benutzer seinen Arbeitsplatz, kann er nicht auf die aktuellste Version seines Benutzerprofils zurückgreifen, da Windows nicht bei jedem Abmelden das Benutzerprofil mit dem des Servers abgleicht.
Der Vorteil von lokalen Benutzerprofielen besteht in langsamen Netzen. Ist ein Netzwerk überlastet, kann es sehr lange dauern bis der Computer an- oder abgemeldet ist. Eine Einstellung unter Windows ermöglicht es, ein Benutzerprofil lokal zu laden oder zu speichern, wenn das Netzwerk ausgelastet ist.
Damit Windows keine lokalen Benutzerprofile mehr anlegen kann und so gezwungen ist, immer die serverseitigen Benutzerprofile zu laden, müssen in der 'registry' des Clients zwei Variablen neu angelegt werden. Um Zugriff zur 'registry' bekommen, gehen Sie in der Taskleiste unter 'Start' und danach wählen sie 'Ausführen …' (vgl. Abbildung 13). Geben Sie in das erscheinende Kommandofeld.
regedit
ein. Nun erhalten Sie den 'Registrierungs-Editor' (vgl. Abbildung 14).
![]() |
| Abbildung 13: Die Kommandozeile unter 'Start' 'AusfĂĽhren ...' |
![]() |
| Abbildung 14: Der Registrierungseditor |
Hier gehen Sie nun unter: HKEY_LACAL_MACHINE \ SOFTWARE \ Microsoft
\ Windows NT \ CurrentVersion \ Winlogon
![]() |
| Abbildung 15: Der Registrierungseditor im Verzeichnis |
In 'cachedlogonscount' ändern Sie den Wert von zehn auf fünf. Als nächstes fügen Sie ein REG_DWORD hinzu mit dem Namen 'DeleteRoamingCache' und setzen es auf eins (vgl. Abbildung 16).
![]() |
| Abbildung 16: REG_DWORD Anlegen |
Die Einstellung im 'cachedlogonscount' bestimmt, ob ein Benutzerprofil lokal gespeichert werden soll oder nicht. Das hinzugefügte 'REG_DWORD' sagt aus, dass das Benutzerprofil nach dem abspeichern auf dem Server lokal gelöscht werden soll.
Die oben aufgeführte Konfiguration stellt einen stabilen Domänen Controller dar, der dem Original von Microsoft nichts nachsteht. Die Defizite werden einem aber offenbart, wenn Benutzergruppen verschiedene Rechte zugewiesen werden sollen. Samba stellt den Microsoft Clienten nur 2 Benutzergruppen zur Verfügung, 'Domain Admins' und 'Domain Users'. Die Administratoren werden in der Global Sektion unter 'domain admin group' angegeben. Alle anderen Benutzer der Domäne werden folglich unter 'Domain Users' bzw. 'Domain Guests' angeordnet.
Unter einem Windows 2000 Server funktioniert die Umsetzung der Benutzerrechte ĂĽber so genannte 'Gruppenrichtlinienobjekte' (GPO), die in der 'Active Directory Services' (ADS) implementiert werden. Microsoft stellt hier dem Administrator zwei Standard-GPO's zu VerfĂĽgung.
1. Default Domain Policy (Standard Domänen Richtlinie)
2. Default Domain Controllers Policy (Standard Domänencontroller Richtlinie)
Weite GPO's können zusätzlich erstellt werden, die in der Domänenstruktur in einzelnen Bereichen ungesetzt werden können.
Die 'Active Directory Services' werden zurzeit von Samba nicht unterstĂĽtzt. Bei der Release Vorstellung von Samba 2.2.0 wurde angedeutet, dass das 'ADS' ab Version 3.0 zur VerfĂĽgung stehen soll. Dementsprechend muss ein anderer Weg gefunden werden um mehrere Benutzergruppen mit verschiedenen Rechten zu definieren.
Eine Möglichkeit besteht darin Systemrichtlinien für Benutzer zu erstellen. Diese Systemrichtlinien wurde von Windows 98 und der NT Reihe benutzt und kann unter Windows 2000 aktiviert werden. Die Rechte von Benutzern und Gruppen werden über den Systemrichtlinieneditor (poledite) zugewiesen und sind Individuell konfigurierbar. Jedoch wird bei poledite ein globales Management unterbunden, da wiederum nur die zwei oben aufgeführten Benutzergruppen der Domäne auswählbar sind. Eine Möglichkeit nun doch zu einem globalen Management zu kommen, liegt in der Zusammenarbeit über das 'logon.cmd' Skript. Über dieses Skript lassen sich nicht nur die Clientenuhrzeit mit dem Server synchronisieren, sondern auch Registrierungseinträge ändern. Eine Registrierungsdatei wird über das Skript aufgerufen, welches dann die Rechte der Benutzer bestimmt. Mit der Registrierungsdatei wird das Verhalten der Systemrichtlinien nachempfunden. Dies ist am Anfang sehr zeitaufwändig, da die einzelnen Schlüssel aus der 'regestry' heraus gesucht werden müssen. Bei der Suche für die einzelnen Schlüssel hilft jedoch das Tool 'Registry System Wizard' welches unter www.winfaq.de zur Verfügung steht.
Im weiteren Verlauf werden vier Benutzergruppen verwendet, die jeweils unterschiedliche Rechte besitzen. Die 'Rechte' der Benutzergruppe 'user' sind ĂĽber die Registrierungsdatei individuell einstellbar. Die Gruppe 'user2' sowie 'guest' können keine Registrierungsdateien ausführen, da diese bei den Benutzerprofilen von Windows unterbunden wird.
| Tabelle 7: Rechte der Gruppen | |
| Gruppe | Rechte |
| admin | Uneingeschränkte Rechte auf die Domäne und die Clienten. |
| user |
Ist in der 'domain admin group' angesiedelt um Programme (z.B.
ICQ) zu benutzen die mehr Rechte Verlangen. Einige Programme
haben aus SicherheitsgrĂĽnden eine Sperre enthalten, das es dem
normalen Benutzer verweigert jenes Programm zu Verwenden. - die Option 'Ausführen…' in der Menüleiste zu benutzen. |
| user2 | Rechte eines normalen Benutzers unter Windows |
| guest | Rechte eines Gastes unter Windows |
Die Benutzer müssen primär der Gruppenzugehörigkeit angeordnet werden. Unter dem GUI (Graphical User Interface) Tool 'userconf' wird dies mit 'Gruppe' gekennzeichnet, hier darf nur eine Gruppe stehen. Diese primäre Gruppe wird später ausgelesen und weist auf das dementsprechende 'logon.cmd' Skript. Bei der Änderung ist darauf zu achten, dass der Benutzer weiterhin in der Gruppe 'users' enthalten ist. Dies ist Notwendig damit die Benutzeranmeldung über einen Fernzugriff (z.B. SSH) oder direkt am Server ohne Fehlermeldung abgewickelt werden kann!
Wie in Tabelle 7 angegeben, muss die Gruppe 'user' in die 'domain admin group' und die Gruppe 'guest' in 'domain guest group' eingefĂĽgt werden.
| Tabelle 8: Optionen der global section 2 | |
| Variable | Einstellung |
| domain admin group | @admin @user |
| domain guest group | @guest |
Damit jede Benutzergruppe ihr eigenes 'netlogon' Verzeichnis zugewiesen bekommt, muss folgende Variable in 'path' (vgl. Tabelle 9) hinzugefĂĽgt werden.
| Tabelle 9: Erweiterung netlogon | ||
| [netlogon] | path | /server/domain/netlogon/%g |
| Tabelle 10: Erklärung zu den gesetzten Optionen | |
| Einstellung | Erklärung |
| path | Die Option %g bestimmt das Individuelle Verzeichnis der Hauptgruppe. Ist z.B. Bard in der primären Gruppe 'admin' vertreten, so sucht Samba im Verzeichnis '/server/domain/netlogon/' nach einem Verzeichnis 'admin' und stellt dieses dem Benutzer zur Verfügung. So wird sichergestellt, dass jede Benutzergruppen nur in das Ihr zur Verfügung stehendes Verzeichnis gelangt. |
Die veränderte 'smb.conf' wird nicht neu eingelesen da erst die Skripte
angelegt werden mĂĽssen!
mkdir /etc/domain/netlogon/admin
mkdir /etc/domain/netlogon/user
mkdir /etc/domain/netlogon/user2
mkdir /etc/domain/netlogon/guest
oder ĂĽber den Windows-Explorer.
Am sichersten ist es, die Skripte über Windows zu erstellen. Sie Wechseln dazu in das Verzeichnis 'netlogon/user' und legen eine Textdatei an. Hier ändern Sie die den Namen in 'logon' mit der Endung '.cmd'. Dabei ist zu beachten, dass die Endungen der Dateien im Explorer angezeigt werden. Der Inhalt des Skriptes wird im Folgenden aufgelistet.
|
Listing 1: logon.cmd Skript fĂĽr User
|
regedit /s \\server\netlogon\user.reg NET TIME \\192.168.99.1 /SET /YES net use X: \\192.168.99.1\xxxxxxxx |
| Tabelle 11: Erklärung zu den Befehlen | |
| Befehl | Wirkung |
| regedit /s \\server\netlogon\user.reg | FĂĽhrt die Registrierungsdatei im angegebenen Verzeichnis aus. |
| NET TIME \\192.168.99.1 /SET /YES | Synchronisiert die Uhrzeit mit der des Servers. |
| net use X: \\192.168.99.1\xxxxxxxx | Verbindet das Verzeichnis \\192.168.99.1\xxxxxxxx im Explorer mit dem Netzwerkbuchstaben X: |
Die weiteren Logonskripte werden wie am vorhergehenden Beispiel fĂĽr die anderen Benutzergruppen angelegt. Der Eintrag für das Aufrufen der Registrierungsdate ist zu entfernen, da die Rechte für die Benutzer nicht ausreichen sind.
Mit dem Anlegen der Registrierungsdatei wird bereits erläutert begonnen. Hier ändern Sie jedoch den Namen in 'user' mit der Endung '.reg' ab. Der Inhalt des Beispielskriptes ist in Listing 2 aufgeführt.
|
Listing 2: user.reg Skript fĂĽr User
|
|
Windows Registry Editor Version 5.00 [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System]
"DisableRegistryTools"=dword:00000001 [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\policies\NonEnum] [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Advanced]
|
Nachdem alle Skripte und die Registrierungsdatei angelegt sind, kann die 'smb.conf' ĂĽber die Konsole mit
/etc/init.d/smb restart
oder ĂĽber Swat (Samba web administration tool) im MenĂĽpunkt 'Status'. neu eingelesen werden.
Ihnen wurde gezeigt, wie Samba zu Konfigurieren ist, um einen NeTBIOS-Domänenbetrieb gewährleisten zu können. Aus der Abhandlung wurde ersichtlich, dass lediglich die Konfiguration auf Seiten des Linux-Servers sich von Windows betriebenen unterscheidet. In Verfügbarkeit und Performance steht dieser Controller dem Original von Microsoft nichts nach. Lediglich die Benutzerverwaltung hat einen negativen Beigeschmack, da Gruppenrechte nur bedingt über Umwege realisierbar sind.
Wehrle, Pählke, Ritter, Müller Bechler, 2002, D Addison-Wesley Verlag
- Linux Netzwerkarchitektur
Helmut Holz, Bernd Schmitt, Andreas Tikart, 2001, D Verlag moderne
industrie Buch AG & Co.KG - Linux-Server
Roderick W. Smith, 2001, D SYBEX-Verlag - Linux Samba Server Administration
Wehrle, Pählke, Ritter, Müller Bechler, 2002, D Addison-Wesley Verlag
- Linux Netzwerkarchitektur
Helmut Holz, Bernd Schmitt, Andreas Tikart, 2001, D Verlag moderne
industrie Buch AG & Co.KG - Linux-Server
Roderick W. Smith, 2001, D SYBEX-Verlag - Linux Samba Server Administration
Über eventuelle Schäden übernimmt der Autor keine Haftung.
| Zurück | Inhalt | Vorwärts |
|
||||
|
|